Foto: Radfahrer auf Feldweg
Unterwegs auf dem Deisterkreisel

Das Wanderparadies

Der Deister prägt die Silhouette des Calenberger Landes auf unübersehbare Weise. Bei guter Sicht ist der 20 Kilometer lange Höhenzug sogar von der Landeshauptstadt Hannover aus zu sehen. Die abwechslungsreichen Landschafts- und Kulturräume eignen sich ideal für Wanderer jeder Altersgruppe und Leistungsstufe, zu Fuß oder auf dem Fahrrad.


Die geologische Vielfalt ...

... des prägnanten Höhenzugs entstand durch Sedimentationsprozesse im Jura und in der Kreidezeit. Während der saxonischen Gebirgsbildungsphase wurden diese Schichten angehoben und gekippt. Die heutige Oberflächenform hat sich während der Elster- und der Saale-Eiszeit herausgebildet. Bis heute werden die nährstoffreichen Böden des Deister-Vorlandes bevorzugt landwirtschaftlich genutzt.
Grundsteine der Siedlungsentwicklung sind neben der Land- und Forstwirtschaft die zahlreichen Sandsteinbrüche und der Steinkohlebergbau im gesamten Deister. In den Bergwerken zwischen Bantorf und Bredenbeck wurde Sandstein und Steinkohle abgebaut. Zusätzlich spielte die Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Weitere Erwerbsquellen boten die Glasindustrie, Kalkwerke und die Fabrikation von Tonwaren.
Wer im Deister unterwegs ist, kann sich über munter plätschernde Wasserläufe freuen. Besonders der Südwesten ist sehr quellen- und gewässerreich. Hier treten die in Kalk und Sandstein versickernden Oberflächengewässer auf den Tonschichten wieder zu Tage. Die zahlreichen Bäche wurden häufig für den Mühlenbetrieb genutzt. Orts- und Straßennamen wie „Alvesroder Mühle“, „Wennigser Mühlsbach“ oder „Wassermühlenfeld“ zeugen von dieser frühen Wirtschaftsform.

Der Deister macht mobil

Kennen Sie die Bördedörfer? Das „Geheimnis der Süntelbuche“? Oder die „Steinkrüger Glashütte?“ Antworten auf diese und viele weitere Fragen beantworten die Expertinnen des Calenberger Landsommers, die insgesamt 53 Themenrouten ausgearbeitet haben. Das umfangreiche Programm der HeimatkundlerInnen startet mit Beginn des Frühlings und endet im Herbst. Viele der geführten Touren gehen bis tief in die vergangenen Jahrhunderte zurück. Die Teilnehmer wandern dabei „mit geologischen Augen“, besuchen Klöster und Rittergüter, lauschen „textilen Geschichten“ oder sammeln und schmecken Wildkräuter – alles bei fundierter Moderation und gewürzt mit unterhaltsamen Anekdoten. Die Routen können auch als Gruppenführungen und zu individuellen Terminen gebucht werden. Ein Schülerprogramm und Busbegleitungen runden das erlebnisreiche Angebot ab.
Beim Deistertag (Ende April) organisieren alle sechs Deisterkommunen ein vielfältiges Programm mit naturkundlichen Führungen, Radtouren und dem offiziellen Start in die Wandersaison.
Zahlreiche spannende Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten machen den Deister auch zum begehrten Ausflugsziel beim Entdeckertag der Region Hannover, der alljährlich Mitte September stattfindet.


Schnell und bequem an den Deister

Dank des öffentlichen Personennahverkehrs erhalten Deisterbesucher eine Vielzahl an Möglichkeiten, ihren Aufenthalt nach Belieben zu gestalten. Rund um den Deister liegen die S-Bahnstationen Bad Münder, Bad Nenndorf, Bantorf, Barsinghausen, Bennigsen, Egestorf, Kirchdorf, Springe, Völksen-Eldagsen, Winninghausen und Wennigsen (Deister).


Die S-Bahn-Linien S1 und S2 fahren von Hannover beziehungsweise von Haste aus im Halbstundentakt. Mit der S5 sind Bad Münder und Springe jeweils im halbstündigen Takt von Hannover beziehungsweise Hameln / Bad Pyrmont aus zu erreichen. Mit Linienbussen wird der Ort Rodenberg von Haste und Bad Nenndorf aus angefahren.
Die Mitnahme von Fahrrädern ist an Wochenenden und Feiertagen ganztägig sowie in der Woche von 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr kostenlos im Großraumverkehr Hannover möglich.